Wir sind ein gewachsenes Familienunternehmen, dessen Weinbautradition bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Heute, in der 5. Generation, verbinden wir traditionelles Handwerk mit umweltschonender Weinbergspflege, den Erkenntnissen innovativer Kellertechnik und einem kompromisslosen Qualitätsmanagement. Das beginnt mit der Rebenveredelung in unserer eigenen Rebschule. Es setzt sich fort in der Anpflanzung neuer Weinberge und der Weinbergspflege, gefolgt von der Mengenreduzierung durch Ausdünnung, die größtenteils arbeitsintensive Handlese, eine schonende Pressung und Gärung, den Reifeprozess in alten Holzfässern und modernen Edelstahltanks, bis hin zur Flaschenfüllung im eigenen Haus. Das Ergebnis sind charaktervolle, sortentypische Weine. Dieses Qualitätsstreben spiegelt sich auch in den zahlreichen Kammerpreis-Prämierungen und den alljährlichen Auszeichnungen bei der Premium Select Wine Challenge wider.

Die Weinbergspflege

Um die Weinbergsarbeit und die organisatorischen Belange, insbesondere in der Lesezeit, kümmern sich vorrangig Diana Jäger und Andrea Mathes. Wir bewirtschaftet heute rund 11 ha bester Weinbergslagen, wobei der Weißwein einen Anteil von rund 65 % hat. Hier nehmen Riesling und Müller-Thurgau mit jeweils einem Viertel der Rebflächen die Führungsposition ein, gefolgt von Chardonnay und Weißburgunder mit jeweils knapp 10 %. Der Rest entfällt auf die Rebsorten Gewürztraminer, Grauer Burgunder, Kerner, Ortega, Sauvignon Blanc, Scheurebe, Schönburger und Silvaner. Bei den Rotweinsorten nimmt der Dornfelder mit knapp 45 % die Spitzenposition ein. Es folgen Portugieser mit etwa 25 % und dann die Rebsorten Blauer Spätburgunder, Neromet, Rubinet und Saint Laurent.

Die Weißweinbereitung

Bei der Weißweinbereitung erfolgt die Abkelterung direkt nach der Lese. Dabei setzen wir auf die schonende Ganztraubenpressung. Das bedeutet, die Trauben kommen ohne vorheriges Entrappen oder Mahlen als ganze Frucht in die Kelter, was zur Folge hat, dass die Haut der Beeren nicht in den Most gelangt. Die anschließende Weißweingärung erfolgt bei uns ausschließlich im Kaltgärverfahren. Dieses Verfahren ist eine im Temperaturbereich zwischen 10 und 15° C gesteuerte und durch verzögerte Hefevermehrung langsam ablaufende Gärung. Dadurch werden besonders die Primäraromen im Wein betont. Besonderes Augenmerk schenken wir auch der Vorklärung, einer der wichtigsten Maßnahmen auf dem Wege zu sauberen, reintönigen Weinen. Auf Schönung, das heißt Klärung des Weines mittels künstlicher Zusatzstoffe, verzichten wir gänzlich. Wir bedienen uns des natürlichen Abstiches, des Trennens des Weines von den am Boden des Fasses oder Tanks abgelagerten Trubstoffen. Danach folgen zwei schonende Filtrationen, bevor der Wein nach ausreichender Lagerung auf die Flasche gefüllt wird.

Die Rotweinbereitung

Rotweinbereitung beginnt bei uns mit der arbeitsintensiven Handlese, denn nur so ist das sorgfältige Entfernen der Stiele möglich. Es folgt die streng kontrollierte Vergärung der Trauben mit ihrer Schale in der sogenannten Maischegärung. Der hierbei entstehende Alkohol löst die Farbpigmente aus der Beerenhaut. Für die Erzeugung von Roséweinen und Weißherbsten verkürzt man diesen Prozess und erhält dadurch die helleren Rottöne. Verzichtet man komplett auf die Maischegärung, kann man aus jeder Rotweinsorte einen „Weißwein“, den sogenannten Blanc de Noir erzeugen. Der Ausbau der Rotweine erfolgt in unserem Weingut ausschließlich im traditionellen Holzfass oder in kleinen Barriquefässern.

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Im breiten Rheintal, am Fuße des Jakobsberges mit seinem weithin bekannten Benediktinerkloster, ist Ockenheim mit seinen Weinbergslagen klimatisch besonders verwöhnt.

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